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  • Curahuasinos

    Nach der ersten Woche Sprachschule machten wir uns gestern auf den Weg von Cusco nach Curahuasi um den Visaantrag in die Wege zu leiten und uns mögliche Wohnungen anzusehen. Wir waren dankbar, dass alle soweit gesund waren, dass wir uns gut auf den Weg machen konnten.

    Transportmittel war eine Art Sammeltaxi. Fahrer, die eine Mitfahrgelegenheit nach Curahuasi anbieten und Mitfahrer treffen sich auf dem kleinen Parkplatz „Arcopata” über dem historischen Zentrum Cuscos. Wir fanden schnell eine passende Mitfahrgelegenheit in einem Siebensitzer. Fahrer war ein freundlicher junger Curahuasino, der uns, eine junge Frau und einen älteren Curahuasino sicher durch den Sonnenuntergang über die Panamericana in seine Heimatstadt bis ans Hospital Diospi Suyana brachte.

    Ein paar Floskeln Runasimi, wie die Quechua ihre Sprache nennen, die ich in einem Kurs der Volkshochschule Stuttgart lernen konnte, wechselte ich mit dem älteren Mitfahrer, nachdem ich ihm geholfen hatte, sein Gepäck auf dem Dach des Autos zu befestigen. Als ich mich bei der Ankunft in Curahuasi mit „Tupananchiskama” verabschiedete, schien er recht amüsiert und erzählte einem weiteren Curahuasino an der Haltestelle von unserer Begegnung.

    Bekanntschaft mit einem weiteren „Curahuasino” machte heute Nachmittag Naemi, die bisher als einzige vor derartigen Begegnungen verschont geblieben war. Mit „Curahuasino” werden hier nämlich auch die Magen-Darm-Verstimmungen bezeichnet, die Neuankömmlinge oft plagen, deren Immunsystem sich noch nicht auf die Keimflora des hiesigen Essens eingestellt hat.

    Dennoch war es alles in allem ein guter erster Tag als Familie in Curahuasi. Wir durften eine schöne Wohnung besichtigen, die aktuell frei ist und lernten die Missionarsfamilie Steffen kennen, deren Kinder sich rasch mit unseren anfreundeten. Abends durfte ich Dr. Lukas Steffen noch bei der Untersuchung einer jungen Frau unterstützen, die wegen Bauchschmerzen mit ihrem Vater über vier Stunden zum Diospi Suyana angereist war und die Kinder schmückten den Christbaum auf der Krankenstation des Hospitals.

  • Sprachschule

    Seit ersten Dezember lernen wir vier intensiv Spanisch in einer Sprachschule im Stadtzentrum von Cusco. Das ist wichtig, damit wir später in Curahuasi bei der Arbeit am Diospi Suyana und im Alltag gut ohne Dolmetscher kommunizieren können. Wir haben zu zweit einen Erwachsenenkurs und auch die Kinder können dort Spanisch in einem Kinderkurs lernen. Montag bis Freitag haben wir jeweils zwei Doppelstunden Unterricht. Den Rest des Tages nutzen wir für Hausaufgaben, Homeschooling und Organisation unseres neuen Alltags. Die Tage sind so im Moment recht voll, da alles, was wir machen, neu ist und so länger braucht – von der Formulierung eines höflichen Satzes, dass man die Grammatikregel nicht versteht über das hier obbligatorische Desinfizieren der Früchte vor dem Verzehr bis hin zum Verständnis des örtlichen Bussystems um zur Sprachschule zu kommen. Unsere Sprachschulzeit wird nun bis ungefähr April gehen. Je nachdem, wie schnell wir die Sprache beherrschen auch länger oder kürzer.

  • Angekommen in Cusco

    Angekommen in Cusco

    Am letzten Donnerstag sind wir im abwechselnd sehr warmen und sehr kalten Cusco angekommen. Seitdem haben wir uns langsam an die Höhe gewöhnt. Wir haben uns als Familie mit den Symptomen der Höhenkrankheit abgewechselt und uns im Bad die Klinke nacheinander übergeben ;). Nun geht es uns wieder gut. Wir wohnen im sechsten Stock mit wunderschöner Aussicht, Gasherd, Handspüle, Kaltwaschmaschine und dem typischen peruanischen Bettdeckensystem mit Laken, einer bis drei schweren Wolldecken und einer Überdecke.

  • Hubble oder U-Boot

    Hubble oder U-Boot

    Mit welchem Ziel sind wir unterwegs?

    Wir waren vor Kurzem zur Erholung in der turbulenten Zeit zwischen Dokumenten, Vorträgen und Packkisten als Familie im Auto-Technik-Museum Sinsheim. Es war total faszinierend, wozu Technik im Laufe der Jahrhunderte im Stande war und zu dem wurde, wie wir sie heute kennen. Ganz unterschiedliche Exponate wurden gezeigt. Der Unterschied wurde am deutlichsten bei der Betrachtung, wozu diese Technik entwickelt wurde.
    Ist es ein Weltraumteleskop, das die faszinierende Weite und das Wunderbare des Weltraums abbildet und uns staunen lässt, wie viel Größeres außerhalb unserer Existenz es gibt.
    Oder ist es ein U-Boot, das eigenst dazu gebaut wurde, um zu zerstören und Macht zu demostrieren.
    Welche Mission haben wir? Welches Ziel ist es uns wert zu wählen und zu verfolgen?

  • medius Abschiedsfeier

    medius Abschiedsfeier

    Wir konnten mit Hebammen und Kollegen eine gemütliche Zeit verbringen und von Diospi Suyana berichten. Das große Interesse hat uns gefreut.

    Organisiert hat die Feier eine Hebamme, die hierfür ihr sehr schönes Haus und Grundstück zur Verfügung gestellt hat. Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft und Großzügigkeit!

    Mein (Christophers) letzter Arbeitstag wird der 30.09. sein. Dann heißt es endgültig Abschied nehmen von einem Arbeitsplatz, an dem ich viel lernen und weitergeben konnte und mich sehr wohl gefühlt habe.

  • Fast geschafft

    Fast geschafft

    Naemi hat mit ihrer Installation „one horizontal” die Abschlussprüfung in Kunst bestanden und ist nun „scheinfrei”. Die Installation beschäftigt sich in textilen Objekten mit der Diskrepanz von Normalität und Brutalität des körperlichen Todes und des Alterns. Sie war vom 17. bis 20. Juli in der Abschlussausstellung „37 ways” zu sehen.

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    Jetzt ist sie mit Hochdruck dabei, ihre Bachelorarbeit zum Thema Scham in der Kunsttherapie fertigzustellen, die sie spätestens am 21.08. abgeben muss.

  • Missionskonferenz

    Missionskonferenz

    Am Sonntag, den 13.04. fand die Missionskonferenz der Kontaktmission in der Burgfriedenhalle in Wüstenrot-Neuhütten statt. Wir waren auch mit einem kleinen Stand dabei. Das Angebot, mit Pastellkreiden kreativ zu sein wurde vor allem von Kindern gerne angenommen.