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  • Erste Geburten

    Erste Geburten

    Gleich am zweiten Tag nachdem wir unseren Kreißsaal eröffnet hatten kamen die ersten beiden Kinder kurz nacheinander hier auf die Welt. Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass ich bei beiden Geburten zu spät im Kreißsaal ankam und sie so verpasst habe. Em Ende ist es mir aber immer lieber, eine rasche, komplikationslose Geburt zu verpassen, als bei einer verzögerten Geburt medizinisch eingreifen zu müssen.

    Auf dem Bild seht ihr in der hinteren Reihe von links nach rechts das Ärzteteam: Meinen Assistenzarzt Victor, mich und Christian Reibold, den Kinderarzt. In der mittleren Reihe die Krankenschwestern Nelly und Andrea (rechts) mit unserer Hebamme Jitssa (links). Und natürlich die beiden frisch gebackenen Mütter mit ihren Neugeborenen.

  • Einstieg

    Einstieg

    Heute hatten unsere Kinder den ersten Schultag im Colegio Diospi Suyana. In Schuluniform und mit Fahnenappell zum Start der Woche. Sie sind in der Klasse gut aufgenommen worden.

    Jens und Christopher

    Im Hospital hatte ich heute meinen ersten richtigen Arbeitstag. Die ersten zwei Wochen wird mich Jens Hassfeld einarbeiten, der hier 15 Jahre die Gynäkologie und Geburtshilfe geleitet hat.

    Jens ist am gestrigen Sonntag hier angekommen und wir haben den Sonntagnachmittag für eine Ausfahrt zum Capitán Rumi genutzt:

    Capitan Rumi
  • Umzug

    Umzug

    Gestern hatten wir unseren letzten Tag an der Sprachschule und jetzt sind wir zwar müde, aber mit Vorfreude im Colectivo (eine Art Sammeltaxi, die in Südamerka weitverbreitet ist) auf dem Weg nach Curahuasi. Unser Hausstand fährt uns im Laster voraus.

    auf 2600m auf dem Weg ins Tal des Rio Apurímac

    Leider fehlen uns noch einige Möbel, die der Schreiner in Cusco hoffentlich bald fertig hat. Hier in Peru sind einfache vom Schreiner gefertigte Möbel günstiger zu haben als industriell gefertigte.

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    Rio Apurímac auf 1850m am Ende der Regenzeit
  • Führerschein / Visa

    Letzte Woche konnten wir nach dem Psichosomatico (einer ausführlichen körperlichen und geistigen Untersuchung), theoretischer und praktischer Prüfung sowie viel Bürokratie unsere Führerscheine abholen. Trotz 15 Jahren Fahrpraxis haben wir uns auf dem Prüfungsplatz wie blutige Anfänger gefühlt. Aber: bien esta lo que bien acaba.

    In Curahuasi werden wir uns mit unseren Nachbarn, die wie wir auch gerne Fahrrad fahren, ein Auto teilen.

    Auch das letzte Visum ist genehmigt und wir haben nun alle unsere Carnet de extranjería.

  • Vorbereitungen

    Vorbereitungen

    Vor zwei Wochen waren wir für eine Woche in Curahuasi um Vorbereitungen für unseren Umzug nach Curahuasi und unseren Arbeitsbeginn dort zu treffen. Wir konnten viel Papierkram erledigen, was uns den Einstieg dort im April leichter machen wird.

    Naemi konnte sich in ihrem künftigen Arbeitsumfeld an der Schule umsehen und Kollegen kennenlernen.

    Christopher hat spontan seine ersten drei Patientinnen betreut und sich schon etwas in das medizinische Spanisch in der Krankenhausfrühbesprechung eingehört.

    Schule

    05b Schulhof

    Die Kinder konnten einen Tag in der Schule schnuppern in der 2. und 5. Klasse. Es hat ihnen gut gefallen und sie freuen sich jetzt sehr auf die Zeit in Curahuasi. Was auch dazu gehört ist, dass wir bereits Schuluniformen anprobiert und bestellt haben. Wir konnten in der Woche die Gesamtschulversammlung und die zwei Elternabende besuchen und so die Klassenlehrer und andere Eltern kennenlernen. Wir sind sehr dankbar, dass die Schule den Kindern gefällt und sie sich auf den Umzug freuen.

    Wohnung

    Wir werden in einem Haus mit Familie Baumann wohnen, die wir bereits in Cusco kennengelernt haben. Wir konnten in der Woche den Mietvertrag unterschreiben und die Wohnung genauer in Augenschein nehmen. Leider ist die Wohnung noch komplett leer und wir müssen also unseren Hausstand neu einrichten. Einige Dinge können wir in Curahuasi besorgen, viel werden wir aber auch aus Cusco mitbringen müssen.

  • Homeschooling

    Homeschooling

    Hier in Cusco sind wir (auch die Kinder) viel damit beschäftigt, Spanisch zu lernen. Damit die Kinder nicht den Anschluss in anderen Fächern verlieren, haben wir Übungsmaterial aus Deutschland mitgebracht. So können unsere Kinder Nachmittags in Deutsch, Mathe und Englisch weiter lernen und üben. An der Grundschule Unterensingen in Deutschland haben sie bereits eingeübt, ihre Hausaufgaben nach Wochenplänen selbst auf die Wochentage zu verteilen. Das kommt uns hier zugute.

    Unser Großer ist sehr motiviert, erledigt und organisiert seine Aufgaben selbstständig. Nur für Englisch braucht er uns um die Aussprache und einfache Dialoge zu üben; dabei geht es gerne mal durcheinander, weil auch viele neue spanische Worte im Kopf herumspuken. Unsere Kleine tut sich noch etwas schwerer und ist schnell frustriert, wenn sie etwas nicht auf Anhieb versteht oder hinbekommt. Das müssen wir dann oft auffangen und sie auch mal bremsen, dass sie sich nicht überfordert.

  • Cusco

    Cusco

    Unsere Sprachschulzeit in Cusco neigt sich langsam ihrem Ende zu. Es war und ist eine intensive Zeit. Wir haben in den vergangen Monaten nicht nur unser Spanisch deutlich verbessert, sondern konnten auch schon etwas die Kultur und Lebensart der Menschen hier in den Bergen kennenlernen.

    Ankommen und Soroche

    Das Ankommen hier in Cusco hat uns die Familie Baumann sehr erleichtert, die zwei Monate vor uns mit der Sprachschule begann und uns mit viel Rat und Tat zur Seite stand.

    Der Dezember, unser erster Monat hier in Cusco, war geprägt von den für Neuankömmlinge typischen Symptomen der Höhenkrankheit („Soroche”) und Magen-Darm-Infekten. Unsere Tochter hatte in dieser Zeit einiges an Gewicht verloren. Bis Weihnachten war quasi ständig jemand krank. Seit Weihnachten sind wir — Gott sei dank — gesund und haben an dieser Front Ruhe. Das war wirklich eine Erlösung!

    Regenbogen über Cusco

    Sprachschule

    Neben organisatorischen Dingen, Haushalt und Homeschooling ist unser wichtigstes Projekt hier in Cusco weiterhin das Erlernen des hier gesprochenen Spanisch. Dazu sind wir vormitags zwei Doppelstunden an der Sprachschule ACUPARI in der Altstadt Cuscos und Nachmittags gibt es noch Hausaufgaben und Vokabeln zu lernen.

    Mitunter ist das Sprachstudium frustrierend, weil man anhaltend Mühe hat, immer komplexere Sätze mit den richtigen Zeitformen und der korrekter Struktur zu bilden. Warum können wir das nach drei Monaten Sprachstudium jetzt nicht einfach alles? Im Alltag auf der Straße, auf dem Mercado oder im Taxi merken wir aber regelmäßig, wie wir die Sprache immer sicherer verstehen und anwenden können; auch bei zunehmend komplexeren Themen.

    Seit Februar treffen wir uns auch jeweils mehrmals die Woche mit einem peruanischen Sprachschüler, der Deutsch lernt, um auf beiden Sprachen Konversation zu üben und auch weitere Einblicke in das Leben der Menschen hier zu gewinnen.

  • Curahuasinos

    Nach der ersten Woche Sprachschule machten wir uns gestern auf den Weg von Cusco nach Curahuasi um den Visaantrag in die Wege zu leiten und uns mögliche Wohnungen anzusehen. Wir waren dankbar, dass alle soweit gesund waren, dass wir uns gut auf den Weg machen konnten.

    Transportmittel war eine Art Sammeltaxi. Fahrer, die eine Mitfahrgelegenheit nach Curahuasi anbieten und Mitfahrer treffen sich auf dem kleinen Parkplatz „Arcopata” über dem historischen Zentrum Cuscos. Wir fanden schnell eine passende Mitfahrgelegenheit in einem Siebensitzer. Fahrer war ein freundlicher junger Curahuasino, der uns, eine junge Frau und einen älteren Curahuasino sicher durch den Sonnenuntergang über die Panamericana in seine Heimatstadt bis ans Hospital Diospi Suyana brachte.

    Ein paar Floskeln Runasimi, wie die Quechua ihre Sprache nennen, die ich in einem Kurs der Volkshochschule Stuttgart lernen konnte, wechselte ich mit dem älteren Mitfahrer, nachdem ich ihm geholfen hatte, sein Gepäck auf dem Dach des Autos zu befestigen. Als ich mich bei der Ankunft in Curahuasi mit „Tupananchiskama” verabschiedete, schien er recht amüsiert und erzählte einem weiteren Curahuasino an der Haltestelle von unserer Begegnung.

    Bekanntschaft mit einem weiteren „Curahuasino” machte heute Nachmittag Naemi, die bisher als einzige vor derartigen Begegnungen verschont geblieben war. Mit „Curahuasino” werden hier nämlich auch die Magen-Darm-Verstimmungen bezeichnet, die Neuankömmlinge oft plagen, deren Immunsystem sich noch nicht auf die Keimflora des hiesigen Essens eingestellt hat.

    Dennoch war es alles in allem ein guter erster Tag als Familie in Curahuasi. Wir durften eine schöne Wohnung besichtigen, die aktuell frei ist und lernten die Missionarsfamilie Steffen kennen, deren Kinder sich rasch mit unseren anfreundeten. Abends durfte ich Dr. Lukas Steffen noch bei der Untersuchung einer jungen Frau unterstützen, die wegen Bauchschmerzen mit ihrem Vater über vier Stunden zum Diospi Suyana angereist war und die Kinder schmückten den Christbaum auf der Krankenstation des Hospitals.

  • Sprachschule

    Seit ersten Dezember lernen wir vier intensiv Spanisch in einer Sprachschule im Stadtzentrum von Cusco. Das ist wichtig, damit wir später in Curahuasi bei der Arbeit am Diospi Suyana und im Alltag gut ohne Dolmetscher kommunizieren können. Wir haben zu zweit einen Erwachsenenkurs und auch die Kinder können dort Spanisch in einem Kinderkurs lernen. Montag bis Freitag haben wir jeweils zwei Doppelstunden Unterricht. Den Rest des Tages nutzen wir für Hausaufgaben, Homeschooling und Organisation unseres neuen Alltags. Die Tage sind so im Moment recht voll, da alles, was wir machen, neu ist und so länger braucht – von der Formulierung eines höflichen Satzes, dass man die Grammatikregel nicht versteht über das hier obligatorische Desinfizieren der Früchte vor dem Verzehr bis hin zum Verständnis des örtlichen Bussystems um zur Sprachschule zu kommen. Unsere Sprachschulzeit wird nun bis ungefähr April gehen. Je nachdem, wie schnell wir die Sprache beherrschen auch länger oder kürzer.

  • Angekommen in Cusco

    Angekommen in Cusco

    Am letzten Donnerstag sind wir im abwechselnd sehr warmen und sehr kalten Cusco angekommen. Seitdem haben wir uns langsam an die Höhe gewöhnt. Wir haben uns als Familie mit den Symptomen der Höhenkrankheit abgewechselt und uns im Bad die Klinke nacheinander übergeben ;). Nun geht es uns wieder gut. Wir wohnen im sechsten Stock mit wunderschöner Aussicht, Gasherd, Handspüle, Kaltwaschmaschine und dem typischen peruanischen Bettdeckensystem mit Laken, einer bis drei schweren Wolldecken und einer Überdecke.